Wie entstehen Finanzkrisen? Erfolgreiche Promotion einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Hochschule Neu-Ulm

Neu-Ulm, 27.07.2018

Wie Finanzkrisen überhaupt entstehen können, darüber hat Galiya Klinkova ihre Promotion mit Auszeichnung abgeschlossen.

Durch zu viele Krisen auf dem Finanzmarkt haben viele Menschen das Vertrauen in die Märkte verloren. Es gibt allerdings wissenschaftliche Theorien, die besagen, dass sich Finanzmärkte durchaus beherrschen lassen, wie die Portfoliotheorie vom Nobelpreisträger Harry Max Markowitz oder die Theorie der Markteffizienz vom Nobelpreisträger Eugene Fama. In der Praxis zeigt sich leider, dass diese Theorien nicht in Krisenzeiten schützen.

Dr. Galiya Klinkova gelang es in ihrer Promotion mathematisch zu zeigen, dass die Preise von Finanzprodukten nicht stabil sind. Eine kleinste Änderung führt zu vollkommen neuen Gleichgewichten. Soll das Chaos beherrschbar sein, müssen Erhaltungsgrößen verwendet werden. Es ist ein Standardverfahren in der Physik, welches die Diplom Physikerin nun auf die Wirtschaftswissenschaften übertragen hat. Dr. Klinkova konnte ebenfalls nachweisen, dass die Vorhersage eines Marktanteils niemals chaotisch ist, die Zeit zum Erreichen des Marktanteils aber sehr wohl.  Frau Dr. Klinkova promovierte zum Thema „The effects of chaos on business situations“. Ihr Erstbetreuer war Prof. Dr. Michael Grabinski und sie ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Neu-Ulm am Institute for Risk and Resource Management der Fakultät Wirtschaftswissenschaften im Rahmen ihrer Promotion angestellt.

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