Professorin mit Preis für Hochschullehre ausgezeichnet

Neu-Ulm, 20.12.2017

Der Stifterverband und die Baden-Württemberg Stiftung fördern Konzepte, die die Hochschullehre weiterentwickeln und verbessern. Für das Programm Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre wurden mehr als 140 Ideen eingereicht. Neun Konzepte wurden prämiert, darunter das Projekt „Bridge the Gap. Wissenschaftliches Arbeiten für Digital Natives. Die Professorin der Hochschule Neu-Ulm (HNU), Prof. Dr. Claudia Kocian, erhielt ein Senior-Fellowship des Stifterverbandes. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Prof. Dr. Claudia Kocian, Studienfachberaterin für Wirtschaftsinformatik an der HNU, mit Preis für bessere Hochschullehre geehrt.

Das prämierte Konzept von Prof. Dr. Claudia Kocian befasst sich mit der Herausforderung des wissenschaftlichen Arbeitens an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. „Ich habe festgestellt, dass Studierende das Thema „Wissen­­schaft­li­ches Arbeiten“ nur schwer bewältigen, wenn zum Beispiel die erste Seminar­arbeit selbständig zu erstellen ist. Der Grund hierfür sind die unterschiedlichen Bildungswege, aus denen sich unterschiedlich stark ausgeprägte Informations- und Medienkompetenzen der Studierenden ergeben. Mein Konzept fängt die Studierenden auf“, sagt Prof. Dr. Claudia Kocian, die sich seit Jahren mit Digital Natives beschäftigt. Ihre Idee konzentriert sich auf ein Pflichtmodul im Lehrplan, das den Studierenden ermöglicht, sich über Blended Learning Kompetenzen anzueignen, eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen. Beim Blended Learning werden die Prinzipien des Forschens und Schreibens schrittweise eingeübt. Jeder Schritt „Orientieren“, „Forschen“, „Schreiben“ und „Verteidigen“ enthält gamifizierte Online-Elemente aber auch Präsenztermine. Studierende sollen so zu Digital Residents in der wissenschaftlichen Arbeitswelt werden.

Ob neue Lehr- und Prüfungsformate oder Konzepte für verbesserte Studieneingangsphasen und Praxissemester: Gesucht wurden Ideen, wie die Hochschullehre innovativ gestaltet und optimiert werden kann. Neun von mehr als 140 Konzepten hat eine Jury aus Hochschuldidaktikern und Studierenden sowie Lehrenden verschiedener Fachrichtungen prämiert. Ausschlaggebend für eine Förderung ist vor allem, ob das Konzept die Lehre weiterentwickelt und in den Lehrplan eingebunden werden kann. Zusätzlich sollte es auf andere Themen oder Fächer übertragbar sein. 

Detaillierte Informationen:

www.stifterverband.de/lehrfellows2017

Ansprechpartnerin:

Prof. Dr. Claudia Kocian

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