Kulturpreis Bayern für Marita Andrejka: Als beste Absolventin der Hochschule Neu-Ulm ausgezeichnet

Neu-Ulm, 02.11.2017

Die Münchner Unternehmensberaterin Marita Andrejka ist mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet worden: Die 26-jährige gebürtige Tegernseerin erhält die Auszeichnung als beste Absolventin der Hochschule Neu-Ulm (HNU) für ihre Masterarbeit zur Bedeutung scheinbar irrationaler Kaufentscheidungen für Dienstleistungsunternehmen. Der Preis ist mit 2.000 Euro und einer Bronzestatue, dem „Gedankenblitz“, dotiert. Die Bayernwerk AG und das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst haben die Auszeichnung in diesem Jahr an 38 Künstler und Wissenschaftler aus allen Teilen Bayerns verliehen.

Marita Andrejka, HNU-Absolventin, mit dem Kulturpreis Bayern für ihre herausragende Abschlussarbeit ausgezeichnet.

Wer schon einmal von akuter Shoppinglust befallen war, ahnt es: Nicht alle unsere Kaufentscheidungen sind mit Vernunft begründbar. „Behavioral Pricing“ nennen Verhaltenswissenschaftler etwa einen Ansatz, der scheinbar irrationale, auf den Preis bezogene Kaufentscheidungen erklären soll. Marita Andrejka hat sich mit diesem „unvernünftigen“ Konsumentenverhalten in ihrer ausgezeichneten Masterarbeit zu „Behavioral Pricing Effects“ am Beispiel von Dienstleistern auseinandergesetzt.

Mit der Unvernunft Geschäfte machen

„Der Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung ist der größte Gewinntreiber in einem Unternehmens und sollte daher auch immer aus psychologischer Sicht betrachtet werden“, erklärt Marita Andrejka ihren Forschungsansatz. Ihre Untersuchung zeige, dass Dienstleister das wirtschaftliche Potenzial auf den Preis bezogener irrationaler Kaufentscheidungen für sich selbst als hoch einstufen. „Dennoch sollten Dienstleistungsunternehmen genaue Wettbewerbs- und Zielgruppenanalysen betreiben, um für sich das Potenzial des Behavioral Pricings zu maximieren“, empfiehlt Kulturpreisträgerin Andrejka.

Neben Marita Andrejka und 31 weiteren Absolventen und Doktoranden der bayerischen Hochschulen haben fünf Künstler den diesjährigen Kulturpreis Bayern erhalten: der Kabarettist und Liedermacher Georg Ringsgwandl, der Schauspieler Michael von Au, die Geigerin Veronika Eberle, der Bildhauer Toni Scheubeck und der Jazzpianist Michael Wollny. Zudem wurde der Industriedesigner Konstantin Grcic von Bayerns Kunststaatssekretär Bernd Sibler mit einem Sonderpreis geehrt.

 

In einer Reihe mit Jonas und Polt

Der Kulturpreis Bayern ist in der Sparte Kunst mit jeweils 5.000 Euro und in der Sparte Wissenschaft mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Daneben erhalten alle Preisträger die eigens für die Auszeichnung geschaffene Bronzestatue „Gedankenblitz“, die der Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer, 1974 selbst mit dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichnet, gestaltet hat. Die fünf Kunstpreisträger werden dabei von einer Fachjury ausgewählt, die Wissenschaftspreisträger von ihrer jeweiligen Hochschule. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verleiht zusätzlich einen Sonderpreis.

Die traditionsreiche Auszeichnung geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals 1959 verliehen wurde. Seither ist rund um den Kulturpreis ein Netzwerk herausragender Kunst- und Kulturschaffender sowie Forschender und Lehrender entstanden. Gemeinsam mit dem bayerischen Kunstministerium verleiht das Bayernwerk seit 2005 den Preis für herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Bruno Jonas, Gerhard Polt, Sigi Zimmerschied, Frank-Markus Barwasser, Dieter Dorn und Franz Xaver Bogner.

 

Weitere Informationen zum Kulturpreis Bayern:

www.bayernwerk.de/kulturpreis

www.facebook.com/kulturpreisbayern

 

 

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