Freude an Elektromobilität: Neu-Ulmer Studierende bauen einen Elektro-Jeep

Neu-Ulm, 14.09.2017

Verbrennungsmotor raus, Elektromotor rein: Studierende im Studiengang „Information Management Automotive“ der Hochschule Neu-Ulm (HNU) haben einen herkömmlichen Jeep in einen Elektrojeep umgebaut. Im Seminar „Future Cars“ lernten sie, was es heißt, ein Elektroauto durch Softwareprogrammierung zu managen.

Studierende programmieren Elektro-Jeep im Studiengang Information Management Automotive.

„Das Besondere an diesem Projekt ist, dass ich den Studierenden vor allem eines vermitteln wollte: Freude am Elektroauto“, sagt Professor Manfred Plechaty, Praxisbeauftragter im Bachelorstudiengang Information Management Automotive. In zwei Semestern planten die Studierenden die Umrüstung des Autos: von der Konzeption bis zur Programmierung der Funktionen des E-Jeeps.

Entgegen anderer, bereits zu kaufender Elektroautos, sollte der für dieses Projekt verwendete Fahrzeugtyp vor allem eines können: Den großen Vorteil eines Elektromotors – das große Anfahrdrehmoment – aufzeigen. Beim Geländewagen mit Vierradantrieb kann das große Anfahrdrehmoment vollständig ausgeschöpft werden. Bei der Entwicklung des E-Jeeps standen zwei Aspekte im Mittelpunkt: zum einen ein optimiertes Rekuperationsverfahren, bei dem möglichst viel Bremsenergie wiedergewonnen wird und zum anderen ein neuartiges Batteriemanagement der insgesamt 34 Akkus, bei dem vollständig geladen und maximal entladen werden kann. Für den Aufbau der 110V Gleichstromanlage und die Umrüstung des Jeeps erhielten die Studierenden fachmännische Unterstützung einer Kfz-Werkstatt, die bereits Erfahrung mit dem Umbau von Verbrennungsmotoren auf Elektromotoren hat.

Der Umbau des Jeeps auf Elektromobilität ist zwar abgeschlossen, doch sowohl die momentanen Verfahren als auch weitere Funktionen des E-Jeep können noch optimiert werden, unterstreicht Professor Manfred Plechaty. Daher werden sich Studierende im Wintersemester mit weiteren Ideen beschäftigen, welche die Reichweite des Jeeps vergrößern sollen, unter anderem mit Einsatz von Brennstoffzellen. Die Reichweite des rund 1,8 Tonnen schweren Elektrofahrzeugs beträgt etwa 100 Kilometer.

Ein Video der Studierenden veranschaulicht das enorme Anfahrdrehmoment: https://youtu.be/qvE_o7d9cGs

 

Ansprechpartner:
Prof. Dipl.-Ing. Manfred Plechaty, Praxisbeauftragter „Information Management Automotive“

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