Huml fördert das Projekt "CARE REGIO" zur digitalen Pflege mit 500.000 Euro - Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin: Schwaben soll zur bayerischen Leitregion entwickelt werden

Neu-Ulm, 02.10.2019

In Schwaben soll eine bayerische Leitregion für die digitale Pflege im Freistaat entstehen. Die entsprechende Studie für das Projekt "CARE REGIO" der Hochschulen Kempten, Augsburg und Neu-Ulm sowie der Universität und des Universitätsklinikums Augsburg fördert das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium mit 500.000 Euro.

Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Freitag hingewiesen.

Huml betonte: "Mithilfe von Digitalisierung und innovativer Technik können die Bürgerinnen und Bürger Bayerns in den Bereichen Gesundheit und Pflege künftig noch besser versorgt werden. Unser Ziel ist es, Schwaben mit den Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Augsburg, Kempten, Neu-Ulm und der Universität Augsburg als Leitregion für die 'Pflege von morgen' zu etablieren." Die Ministerin ergänzte: "Mit dem Konzept 'CARE REGIO' für eine moderne Pflege werden Ideen und Technologien entwickelt, wie Pflegende und die zu Pflegenden mit neuen technisch-digitalen Systemen oder Prozessen unterstützt werden können."

Huml erläuterte: "Damit moderne Technik wirklich zu einer Entlastung im Pflegealltag führen kann, gehören die wesentlichen Akteure an einen Tisch. Es geht darum, alle relevanten Beteiligten im Bereich der digitalen Pflege zu vernetzen, die bestehenden Versorgungsstrukturen zu analysieren und neue Möglichkeiten zur Unterstützung basierend auf technisch-digitalen Systemen aufzuzeigen und weiterzuentwickeln."

Mit der vom bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium geförderten einjährigen Studie der fünf Partner soll ein tragfähiges und innovatives Konzept für die Leitregion "CARE REGIO" entwickelt werden. Die Projektidee hatte sich im Rahmen des Netzwerks Pflege Digital Bayern entwickelt. Der Vorsitzende des Bayerischen Landesgesundheitsrates, der Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek, hatte sich als Mitinitiator der Idee maßgeblich für die Realisierung von "CARE REGIO" eingesetzt.

Huml unterstrich: "'CARE REGIO' passt hervorragend in die Strategie der Bayerischen Staatsregierung, die digitalen Chancen in der Pflege voranzubringen, erlebbar zu machen und mitzugestalten. Der digitale Wandel eröffnet hier große Chancen für mehr Selbstbestimmung und Lebensqualität. In den kommenden fünf Jahren investieren wir im Freistaat Bayern insgesamt drei Milliarden Euro für Digitalisierungsprojekte, insbesondere auch in den Bereichen Gesundheit und Pflege."

Prof. Dr. Walter Swoboda (HNU): „Es gibt eine Vielzahl von Digitalisierungsprojekten in der Medizin; leider wird die Auswertung der Ergebnisse zumindest in Deutschland oft vernachlässigt. Das Projekt CARE REGIO mit seinen starken Verbundpartnern ist eine echte Chance, verwertbare Ergebnisse zu erhalten, die dann direkt der pflegerischen Regelversorgung zugute kommen. Dass dieses Projekt im Raum Schwaben angesiedelt ist, freut mich besonders.“

Die Ministerin fügte hinzu: "Bei allen Chancen der technischen Möglichkeiten darf aber der Mensch nicht zu kurz kommen. Denn gerade im Gesundheits- und Pflegebereich zählen Zuwendung, Menschlichkeit, Geduld oder ein einfühlsames Gespräch. Das kann keine Technik ersetzen. Und bei aller Begeisterung für digitale Neuerungen gilt: Der Schutz der Privatsphäre hat oberste Priorität. Die Bürgerinnen und Bürgern müssen gerade in dem hochsensiblen Bereich Gesundheit auch weiterhin die Selbstbestimmung über ihre Daten behalten." 

Der Vorsitzende des Bayerischen Landesgesundheitsrates, Holetschek, ergänzte: "Auch der Bayerische Landesgesundheitsrat hat sich intensiv mit der digitalen Pflege auseinandergesetzt. Oberstes Ziel einer innovativen Pflege mit Technik muss sein, Freiräume für menschliche Zuwendung zu schaffen."

 

Ansprechpartner:

Professor Dr. Walter Swoboda, Tel.: 0731/9762-1610, e-Mail

Care Regio Projekt
Von links nach rechts: Hr. Prof. Dr. Walter Swoboda (HNU), Hr. Andreas Mahler (Klinikum Augsburg), Fr. Prof Dr. Alexandra Tenor (Hochschule Augsburg), Hr. Dr. Georg Münzenrieder (Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege), Fr. Prof. Dr. Petra Friedrich (Hochschule Kempten: Projektleitung), Hr. Christoph Brandt (Hochschule Kempten), Hr. Prof. Dr. Wolfgang Hauke (Hochschule Kempten: Präsident), Fr. Stephanie Schmid (Hochschule Kempten)

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