Holocaustgedenken: Am Gedenktag an die Reichsprogromnacht ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzen

Neu-Ulm, 13.11.2019

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler besuchte mit HNU-Präsidentin Prof. Dr. Uta M. Feser im Rahmen einer Delegationsreise bayerischer Hochschulvertreterinnen und -vertreter die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Sie gedachten der Opfer der Reichprogramnacht im November 1938.

Unzählige Ermordungen und Verhaftungen sowie die Zerstörung von jüdischen Heiligtümern und Eigentum markierten am 9. November 1938 den Beginn der offenen Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Der zweistündige Rundgang durch das größte Holocaust Museum in Israel hat Minister Sibler und die Hochschulvertreterinnen und -vertreter tief ergriffen. Prof. Dr. Uta M. Feser: „Dieser Tag ist uns auch Mahnung, dass wir uns alle für eine freie und pluralistische Gesellschaft immer wieder aktiv einsetzen müssen. Darum ist die Erinnerungskultur unumgänglich.“

Staatsminister Bernd Sibler: „Die Auseinandersetzung mit dieser Phase der deutschen, der bayerischen und vor allem der jüdischen Geschichte hat mich tief bewegt und erschüttert. Das Leid, die Verletzungen und die brutale Ermordung der Jüdinnen und Juden gehen unter die Haut. Als bayerische und deutsche Politiker stehen wir in der Pflicht, die unfassbaren Verbrechen des Nazi-Regimes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Yad Vashem ist uns Erinnerung und Mahnung zugleich. Ausgrenzende Bemerkungen, unangebrachte Witze, Beleidigungen und sogar Gewalt – all das scheint heutzutage leider wieder salonfähig zu werden. Und das Auftreten von radikalen Parteien am rechten Rand zeigt uns, dass wir gefordert sind, die richtigen Antworten auf derartige Entwicklungen in unserer Gesellschaft zu geben. Bayern und Israel, Deutschland und Israel - das gehört zusammen."

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