HNU-Studierende kooperierten mit Jungunternehmern aus Kenia

Neu-Ulm, 17.10.2019

17 Studierende der Hochschule Neu-Ulm (HNU) bearbeiteten mit studentischen Jungunternehmern aus Kenia deren Geschäftsideen. Die Gäste aus Neu-Ulm konnten dabei ihre im Studium erworbenen Business- und Beratungskompetenzen praktisch anwenden.

Die Geschäftsmodelle der kenianischen Studierenden, die ausgearbeitet wurden, umfassten dabei etwa medizinische Geräte (z.B. zur nicht-invasiven Blutgruppenbestimmung und zur mobilen Sauerstoffherstellung und -versorgung für Patienten), Verfahren und Geräte zur Herstellung von Ölen und Kraftstoffen aus organischen Abfällen, Recycling-Verfahren und -Produkte für Plastik- und Elektronikabfälle sowie digitale Geschäftsmodelle und Lösungsideen im Bereich Finanz- und Personalmanagement.

Die HNU-Studierenden der Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen und Master of Advanced Management arbeiteten acht Tage lang intensiv mit rund 25 Studierenden aus hauptsächlich ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fächern der Kenyatta University (KU) in Nairobi in kleinen gemischten Projektteams von drei bis fünf Studierenden zusammen. Die interdisziplinären Teams hatten sich zum Ziel gesetzt, die Geschäftsideen der KU-Studierenden weiterzuentwickeln und zu einer ersten Präsentationsreife zu bringen. Die Studierenden aus Neu-Ulm konnten dabei ihre im Studium erworbenen Business- und Beratungskompetenzen praktisch anwenden und verbessern, während die Kenianer lernten, ihre Idee zu prüfen und auszuarbeiten. Spezifische Unternehmensbesuche gaben zusätzliche Impulse für die Konkretisierung der Ideen.

„Afrika gehört zur DNA der HNU“, sagt HNU-Präsidentin Prof. Dr. Uta M. Feser. „Wir sind begeistert von den innovativen Geschäftsideen, die dort entstehen: Die jungen Entrepreneure der KU wollen konkret einen Beitrag zur Wiederverwendung von Elektroschrott leisten.“ Prof. Dr. Thomas Bayer, Leiter der Kenia-Exkursion, ergänzt: „Ziel ist es, einfache elektronische Lehrsets unter Verwendung von Bauteilen aus alten Elektrogeräten für den Wissenschaftsunterricht an Schulen herzustellen. Damit soll nicht nur Material recycelt, sondern auch der Mangel an praktischen Übungsmaterialien in vielen kenianischen Schulen behoben werden.“

Die Exkursion fand bereits zum dritten Mal im Rahmen des vom Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Projektes „Applied Entrepreneurship Academy“ (Laufzeit 2017-2020) statt. In dem Kooperationsprojekt mit der Kenyatta University (KU) in Nairobi geht es um die Verbesserung und erhöhte Praxisorientierung der Ausbildung und des Mentorings von studentischen Jungunternehmern, die noch in einer Frühphase der Ideenbildung für technisch und naturwissenschaftlich getriebene Geschäftskonzepte sind.

Besuch des erfolgreichen Startups Ecodudu Ltd.
Besuch des erfolgreichen Startups Ecodudu Ltd.
Besuch der Kenyan Micro & Small Enterprise Agency, Kariobangi
Besuch der Kenyan Micro & Small Enterprise Agency, Kariobangi
Besuch des Maker Space der University of Nairobi.
Besuch des Maker Space der University of Nairobi.
 

« zur Übersicht

Akkreditierungen und Zertifikate