Tauschen statt Wegwerfen - Kleidertauschbörse an der HNU

Nachhaltigkeitstage 2019

Hosen, Jacken, T-Shirts, Röcke und vieles mehr - bei der Kleidertauschbörse war für jeden was dabei

Bereits ein Jahr zuvor, am 16. Mai 2018 fand die erste Kleidertauschbörse an der Hochschule Neu-Ulm statt. Aufgrund der zahlreichen Teilnehmer und des positiven Feedbacks, startete move knapp ein Jahr später vom 23. bis 25. April die zweite Runde.


Das Konzept ist simpel: Wieder konnten Kleidungsstücke zwei Tage lang abgegeben werden. Anschließend sortierten die Studierenden von move die Stücke nach Größe und Art der Kleidung. Am 25. April fand sich im Foyer der Hochschule ein großer Tisch, an dem die Kleidungsstücke ausgelegt waren. Hosen, Jacken, T-Shirts, Röcke und vieles mehr – zahlreiche Kleidungsstücke wurden abgegeben und warteten nun auf einen neuen Besitzer. Wieder fanden sich viele Interessierte ein, die begeistert ihre Kleidung tauschten und sich über die neuen Stücke im Schrank freuten. Kleidungsstücke, die am Schluss keinen neuen Besitzer gefunden haben, wurden von move an die Diakonie in Blaubeuren gespendet.

Move möchte mit dieser Aktion ein Zeichen gegen die Wegwerf-Gesellschaft und „Fast-Fashion“-Industrie setzen. Kleidung wird im Zeitalter der schnellen Mode häufig billig gekauft, kurz oder gar nicht getragen und dann wieder entsorgt. 5,2 Milliarden Kleidungsstücke hingen im Jahr 2015 in deutschen Kleiderschränken. 40 Prozent davon werden nur selten oder nie getragen. Weitere 60 Kleidungsstücke kommen durchschnittlich jedes Jahr dazu. (Quelle: Greenpeace e.V.) Ein Kleidertausch bietet somit die Möglichkeit für eine nachhaltige Abwechslung in der Garderobe zu sorgen.

Kleidertausch statt Shoppingrausch - Nachhaltigkeitstage an der HNU 2018

Bericht über die 1. Kleidertauschbörse an der HNU vom 16.05.2018

Das MOVE Team im Einsatz an der HNU Kleiderbörse

Faire Lebensmittel halten immer mehr Einzug in deutsche Haushalte. Doch kaum einer macht sich Gedanken über faire Kleidung. Dabei sprechen die Zahlen für sich: 168 Millionen Kinder unter 17 Jahren müssen arbeiten, 73 Millionen von ihnen sind dabei jünger als 11 Jahre (Quelle: Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen). Ein Großteil davon arbeitet in der Kleidungsindustrie, damit Konsumenten in Westeuropa T-Shirts für 2,50 € oder Schuhe für nicht einmal 10 € erwerben können.

Die Studierenden von move haben sich gefragt, was gegen den Konsumwahn unternommen werden kann, denn jeder hat Kleidung im Kleiderschrank, die nicht mehr getragen wird. Warum sollte man diese nicht einfach mit anderen tauschen statt sie wegzuwerfen und neue zu kaufen?

Die Idee der ersten Kleidertauschbörse der HNU war geboren und stellte für das move-Team eine gute Möglichkeit dar, auf die Missstände in der Kleidungsindustrie aufmerksam zu machen und ein Umdenken in Richtung nachhaltigem Konsum anzuregen. Denn neben Kinderarbeit werden insbesondere bei günstiger Massenware oftmals enorme Mengen an Wasser und Chemikalien in der Produktion verwendet. Darunter leidet nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Umwelt, in welche die Schadstoffe oftmals ungefiltert eingeleitet werden.       

Die HNU Kleiderbörse schafft mit ihrem Angebot eine Möglichkeit, den eigenen Geldbeutel zu schonen und gleichzeitig Gutes zu tun, denn neue Kleider kosten Geld und zu viele Kleider im Schrank kosten Platz. Der Kleidertausch ist eine tolle Möglichkeit, ohne Konsumeinschränkung zu sparen und trotzdem für Abwechslung in der Garderobe zu sorgen.

Nach einer zweitägigen Sammelaktion von Kleidung wurde diese am Veranstaltungstag der Größe entsprechend sortiert und allen interessierten Studierenden zur Mitnahme und zum Tausch angeboten. Das Interesse war von Anfang an groß und viele Kleidungsstücke fanden schnell neue Besitzerinnen und Besitzer. Nur wenige Teile fanden keinen neuen Liebhaber und wurden von move für die Diakonie in Blaubeuren gespendet.

An dieser Stelle möchten wir uns vom move-Team nochmals für die großartige Resonanz, die vielen Kleiderspenden und die durchweg positive Rückmeldung bedanken!


Nachhaltigkeitstage 2017

Vom 15.-18. Mai 2017 machte die studentische Initiative MOVE Nachhaltigkeit zum Thema.
Neben einer ganztägigen Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit fanden spannende Aktionen im Foyer der HNU statt.

Programm

Montag, 15.5.2017 | 13.00-18.00 UHR | ELEKTROMOBILITÄT: An diesem Tag dreht sich alles um das Thema Elektromobilität. Anhand eines selbstgebauten Elektroautos erhaltet ihr anschauliche Einblicke in die neue Art des Fahrens.

Dienstag, 16.5.2017 | 11.30-14.30 UHR | NACHHALTIGKEIT IM ALLTAG: Jeder von uns kann mit kleinen Schritten anfangen und seinen Beitrag dazu leisten. Move zeigt praktische Tipps, die euch helfen, nachhaltiger zu leben.

Mittwoch, 17.5.2017 | 11.30-14.30 UHR | ENERGIECHALLENGE: Welchen enormen Kraftaufwand es benötigt, um ein kleines bisschen Energie zu erzeugen, wird anhand der Energiechallenge deutlich. Mithilfe eines Spinning Rads könnt ihr testen, wie viel Energie ihr mit eurer eigenen Muskelkraft erzeugen könnt.

Donnerstag, 18.5.2017 | 13.00-13.45 UHR | PLASTIKFREI LEBEN: Wie ihr euer Leben Stück für Stück vom Plastik befreit, zeigt die Bloggerin Charlotte Schüler aus München. Bei ihrem Besuch verrät sie ihre Tipps und Tricks für ein plastikfreies Leben. Ihr Vortrag findet im Hörsaal B statt.

Nachhaltigkeit erleben

Veränderungen beginnen im Kleinen: move schärft das Bewusstsein zum Thema Nachhaltigkeit

Bericht zu den Programmpunkten

Das studentische Team "move" der HNU führte vom 15. bis 18. Mai 2017 die Nachhaltigkeitstage am Campus im Wiley durch. An den vier Tagen wurden durch die beteiligten Studierenden die Themen Elektromobilität, Nachhaltigkeit im Alltag, Plastikfrei Leben sowie das Thema Energieverbrauch durch verschiedene Aktionen im Foyer für Studierende, MitarbeiterInnen und ProfessorInnen erlebbar. Ziel von move war es, das Thema Nachhaltigkeit nicht nur von verschiedenen Seiten zu beleuchten und dessen Wichtigkeit hervorzuheben, sondern vor allem ein erfahrbares Erlebnis zu schaffen, welches auch nach den Aktionstagen in Erinnerung bleiben sollte.

Elektromobilität selbstgemacht – vom Verbrennungsmotor zum E-Jeep
Die Nachhaltigkeitswoche startete mit der Ausstellung eines Elektrojeeps, welcher im Rahmen von Lehrveranstaltungen in den vergangenen Semestern von Prof. Manfred Plechaty mit einer Gruppe Studierender von einem herkömmlichen Jeep mit Verbrennungsmotor zu einem umweltfreundlichen Elektroauto umgebaut wurde. Prof. Plechaty begleitete die Ausstellung und erklärte Interessierten den Umbau sowie die technischen Details des Geländewagens. Auch die HNU bietet eine nachhaltige Alternative in Sachen Fortbewegung an: Die Mitfahrzentrale „flinc“ hat eine exklusive Gruppe für Studierende und Beschäftigte der HNU. Der Weg dorthin ist ganz einfach. Im HNU-Intranet können sich Studierende und Beschäftigte mit ihrer HNU-Mailadresse registrieren und im Anschluss daran Fahrten anbieten oder suchen. So lassen sich nicht nur lange Autofahrten geselliger gestalten und neue Menschen kennen lernen, auch Kosten und Emissionen können reduziert werden.

Faire Produkte für ein faires Miteinander – Auf dem Weg zu Fairtrade University
Der zweite Tag stand unter dem Motto „Nachhaltigkeit im Alltag“. Ihr Wissen zum Thema Mülltrennung konnten Mitarbeiter / -innen und Studierende bei einem „Müll-Trenn-Spiel“ testen. Auf einem Tisch wurden diverse Abfallprodukte platziert, die in vier verschiedene Mülleimer mit den Bezeichnungen ALTPAPIER, BIOTONNE, RESTMÜLL und GELBER SACK sortiert werden sollten. Schnell stellte sich heraus, dass die wenigsten Teilnehmer alle Produkte richtig zuordnen konnten und viele auf Hilfestellungen zurückgreifen mussten. Neben Übersichten – welche Abfallprodukte in welche Mülltonne gehören – wurden im Rahmen der Anstehenden Zertifizierung als Fairtrade University in einer Ausstellung mit dem Titel „Faire Produkte für ein faires Miteinander“ verschiedene FairTrade Siegel und Logos sowie deren Bedeutung vorgestellt. Die begleitende Dauerausstellung ergänzte das Thema durch leicht umsetzbare Energiespartipps für den alltäglichen WG-Wahnsinn in Küche, Bad oder WG-Zimmer.

Plastik und seine Relevanz für die Umwelt
Unter dem Thema „Plastikfrei Leben“ wurden am dritten Tag der Nachhaltigkeitswoche zwei Aktionen veranstaltet. Während der Mittagspause wurden in der Mensa der HNU Kurzfilme zum Thema Meeresverschmutzung gezeigt, welche auf die Folgen von weggeworfenen Verpackungsmaterialien aufmerksam machen sollten und die Auswirkungen auf die Natur visuell darstellten. Darüber hinaus fand in einem Hörsaal ein Gastvortrag von der Bloggerin Charlotte Schüler zum Thema „Plastikfrei Leben“ statt. In ihrem Vortrag erzählte sie von ihrem Weg zum plastikfreien Leben, gab interessante Einblicke in ihren plastikfreien Alltag sowie einfache Tipps zur Umsetzung.

Mit dem Spinning-Rad einen Toaster betreiben
Der letzte Tag der Nachhaltigkeitswoche verband Sport mit Nachhaltigkeit. Angelehnt an die Idee der #Toasterchallenge (mit einem Fahrrad soll ein Toaster dauerhaft betrieben werden) konnten Studierende auf einem von der Hammer Sport AG zu Verfügung gestellten Spinning-Rad ausprobieren, durch die eigene Muskelkraft so viel Energie wie möglich umzusetzen. Hierzu traten die Teilnehmer zunächst mit voller Kraft in die Pedale, während das Spinning-Rad die Energie direkt in Watt umrechnete. Anschließend wurde der Wert mit dem tatsächlichen Energieaufwand von Haushaltsgeräten verglichen. Erstaunlicherweise konnten die meisten nur eine Glühbirne (50W) oder Lampe (200W) zum Leuchten bringen, denn Kaffeemaschine (900W), Toaster (700W) und weitere Gegenstände benötigen weit mehr Energie. move konnte die Studierenden somit selbst erleben lassen, wie viel Kraft es kostet, Energie zu erzeugen, wodurch sich bei den Teilnehmern ein bewussterer Umgang mit Energie im Alltag entwickeln kann.
Durch die verschiedenen Aktionen konnte move zeigen, wie jeder bereits mit kleinen Schritten einen Beitrag für eine nachhaltigere Welt leistet kann. Das Team möchte sich zudem nochmal bei allen Teilnehmern bedanken und hofft, dass neben Spaß auch einige Interessierte zum Nachdenken angeregt werden konnten.

Jeep mit Verbrennungsmotor, der zu einem umweltfreundlichen Elektroauto umgebaut wurde
Mit Muskelkraft Strom erzeugen
Das move-Team bei den Nachhaltigskeitstagen

Akkreditierungen und Zertifikate