Erasmus+ Staff Mobility for Training

Personalmobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken (STT)

Im Rahmen der Erasmus+ Staff Mobility for Training haben HNU-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Verwaltung und Lehre die Möglichkeit, einen Fort- oder Weiterbildungsaufenthalt in Europa und an einzelnen Partnerhochschulen außerhalb von Europa zu realisieren. Neben individuellen Aufenthalten an ausländischen Hochschulen kann auch die Teilnahme an einem Sprachkurs oder einer Staff Mobility Week im Ausland gefördert werden. Eine Erasmus+ Staff Mobility for Training ermöglicht Ihnen neben der fachlichen Weiterqualifikation und dem beruflichen Austausch mit ausländischen Kolleginnen und Kollegen auch die Weiterentwicklung Ihrer interkulturellen und fremdsprachlichen Kompetenzen. Außerdem leisten Sie mit Ihrem Auslandsaufenthalt einen aktiven Beitrag zum Internationalisierungsprozess an der HNU.

Optionen

Erasmus+ Staff Mobility for Training ermöglicht sowohl individuelle Aufenthalte an ausländischen Hochschulen - z.B. in Form von Job Shadowing oder Hospitationen - als auch die Teilnahme an organisierten Staff Mobility Weeks, Workshops, Seminaren oder Sprachkursen.

In Europa können Aufenthalte an in anderen Programmländern ansässigen Hochschulen mit gültiger Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE) und sonstigen Einrichtungen, die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig sind, gefördert werden. Außerhalb von Europa können zurzeit Aufenthalte an der National University of Science and Technology 'MISiS' (Russland), der University of the Western Cape (Südafrika) und der Srinakharinwirot University Bangkok (Thailand) gefördert werden.

Ein förderfähiger Auslandsaufenthalt dauert mindestens zwei Tage (in Europa) bzw. mindestens fünf Tage (außerhalb von Europa) und höchstens zwei Monate

Teilnahmevoraussetzungen

Im Rahmen einer Erasmus+ Staff Mobility for Training kann Hochschulpersonal aus allen Bereichen gefördert werden. Um den Auslandsaufenthalt zu realisieren, benötigen Sie die Genehmigung Ihres Vorgesetzten. Zudem sollten Sie über ausreichende Englischkenntnisse oder Kenntnisse der Landessprache der Gasthochschule verfügen.

Finanzierung

In der Regel erfolgt eine anteilige Finanzierung aus Erasmus+ Mitteln der EU und dem Reisekostenbudget der jeweiligen Abteilung. Die finanzielle Förderung aus Erasmus+ Mitteln besteht aus der Zahlung von Fahrtkosten und festen Tagessätzen

Die Tagessätze orientieren sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern und an der Dauer des jeweiligen Auslandaufenthalts:

  • Aufenthalte in Dänemark, Irland, Niederlande, Schweden und im Vereinigten Königreich werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 160 Euro pro Tag, danach mit 112 Euro pro Tag gefördert.
  • Aufenthalte in Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und Zypern werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 140 Euro pro Tag, danach mit 98 Euro pro Tag gefördert.
  • Aufenthalte in Lettland, Malta, Mazedonien (FYROM), Portugal, Slowakei und Spanien werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 120 Euro pro Tag, danach mit 84 Euro pro Tag gefördert.
  • Aufenthalte in Estland, Kroatien, Litauen und Slowenien werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 100 Euro pro Tag, danach mit 70 Euro pro Tag gefördert.
  • Aufenthalte in Russland (National University of Science and Technology MISiS), Südafrika (University of the Western Cape) und Thailand (Srinakharinwirot University Bangkok) werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 160 Euro pro Tag, danach mit 112 Euro pro Tag gefördert.

 

Die Fahrtkosten ergeben sich aus der realen Distanz zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität, die europaweit einheitlich mit dem Distanzrechner der Europäischen Kommission ermittelt wird:

  • 100 km – 499 km mit 180 EUR
  • 500 km – 1.999 km mit 275 EUR
  • 2.000 km – 2.999 km mit 360 EUR
  • 3.000 km – 3.999 km mit 530 EUR
  • 4.000 km – 7.999 km mit 820 EUR
  • 8.000 km und mehr mit 1.100 EUR

 

Mit dem Ziel, möglichst vielen HNU-Beschäftigten eine Erasmus+ Mobilität zu ermöglichen, kombiniert die Hochschule Neu-Ulm wenn möglich eine Phase der finanziellen Unterstützung aus Erasmus+ Mitteln mit einer Phase ohne finanzielle Förderung (sog. Zero-Grant-Tage). In der Regel werden bei einem Erasmus+ Aufenthalt von fünf Arbeitstagen im Ausland drei Tage finanziell gefördert.

Rechenbeispiel: Mögliche Förderung

Fünf Tage Erasmus+ Mobilität an der Oulu University of Applied Sciences (Finnland):

Fahrtkosten: 360 Euro
Der Betrag ergibt sich aus der Distanzberechnung mit Hilfe des Distance Calculators der EU (2.062 km).

Aufenthaltskosten: 420 Euro
Der Betrag ergibt sich aus der Zusammensetzung einer finanziellen Förderung von 3 Tagen zu 140 Euro/Tag und einer 2-tägigen Phase ohne finanzielle Förderung (Zero-Grant-Phase).

Gesamtförderung aus Erasmus+ Mitteln der EU: 780 Euro

Vorgehensweise

Wahl des passenden Auslandsaufenthalts: Lassen Sie sich im International Office zu Angeboten von Partnerhochschulen beraten oder informieren Sie sich online über Angebote für die Personalmobilität in Europa.

Genehmigung durch den Vorgesetzten: Besprechen Sie die zeitliche und inhaltliche Planung mit Ihrem Vorgesetzten.

Bewerbung um finanzielle Förderung: Reichen Sie den Bewerbungsantrag bei Verena Seitz im International Office ein. Nach Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen erhalten Sie vom International Office eine Nachricht darüber, ob und in welcher Höhe Sie eine Förderung aus Erasmus+ Mitteln der EU erhalten.

Kontakt zum ausländischen Gastgeber: Bewerben Sie sich beispielsweise online für die Teilnahme an einer Staff Mobility Week oder einem Sprachkurs oder besprechen Sie konkrete Möglichkeiten, wie Ihr individueller Aufenthalt an der ausländischen Hochschule ablaufen wird.

Dienstreiseantrag: Nach dem Einreichen der Unterlagen stellen Sie Ihren Dienstreiseantrag, auf dem Sie die Förderung durch Erasmus+ Mittel angeben. Sie können die zugesagte Erasmus+ Fördersumme direkt über Finanzen bei der Reisebuchung verrechnen lassen. Falls die Reise günstiger ist, wird die Differenz an Sie ausgezahlt. Dieser Betrag muss entsprechend versteuert werden. Falls die Reise teurer ist, muss die Differenz aus einem anderen Topf finanziert werden (in der Regel über die Abteilung oder das Referat). Wird die Reise nicht angetreten, müssen alle bereits in Anspruch genommenen Erasmus+ Mittel zurückgezahlt bzw. durch das Reisekostenbudget Ihrer Abteilung ausgeglichen werden.

Mobility Agreement und Grant Agreement: Nach Zusage der ausländischen Hochschule und der Finanzierung füllen Sie das Mobility Agreement sowie das Grant Agreement für Aufenthalte innerhalb von Europa bzw. das Grant Agreement für Aufenthalte außerhalb von Europa aus und reichen beide Dokumente unterzeichnet im International Office ein.

Auslandsaufenthalt: Erweitern Sie Ihre fachlichen und sprachlichen Kompetenzen und lernen Sie internationale Partner und andere Kulturen kennen. Lassen Sie sich vom International Office der ausländischen Hochschule mit Hilfe des Certificate of Attendance bestätigen, dass Sie tatsächlich an der vereinbarten Mobilität teilgenommen haben.

Abschlussunterlagen: Geben Sie die Aufenthaltsbestätigung der ausländischen Hochschule (Certificate of Attendance) im Original im International Office der HNU ab und reichen Sie Ihren Erfahrungsbericht über das Mobility Tool ein. Wir freuen uns auch, wenn Sie uns einen kurzen Erfahrungsbericht und ein schönes Foto zur Verfügung stellen, um Ihre Erfahrungen anderen HNU-Beschäftigten auf dieser Webseite zugänglich zu machen. 

Akkreditierungen und Zertifikate