Erasmus+ Staff Mobility for Teaching

Personalmobilität zu Unterrichtszwecken (STA)

Im Rahmen der Erasmus+ Staff Mobility for Teaching haben Lehrende der HNU die Möglichkeit, für einige Zeit an einer Partnerhochschule im Ausland zu unterrichten. Außerdem ist es möglich, ausländisches Unternehmenspersonal für Gastvorlesungen und Seminare an die HNU einzuladen und diese Aufenthalte als Mobilität zu Lehrzwecken zu fördern. Mit fast allen unseren Erasmus+ Partnerhochschulen weltweit bestehen Vereinbarungen für den Lehrendenaustausch. Der Auslandsaufenthalt bietet Lehrenden die Möglichkeit, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln und bestehende Hochschulkooperationen zu stärken. Studierenden erlaubt das Format, vom Fachwissen internationaler Lehrender zu profitieren. Außerdem soll der Lehrendenaustausch Hochschulen ermutigen, ihr fremdsprachiges Lehrangebot zu erweitern.

Optionen

Eine Erasmus+ Staff Mobility for Teaching erlaubt es HNU-Lehrenden, für einige Zeit an fast allen unseren Erasmus+ Partnerhochschulen innerhalb von Europa sowie derzeit an der National University of Science and Technology 'MISiS' in Russland und der Srinakharinwirot University Bangkok in Thailand zu unterrichten. 

Gleichzeitig kann auch ausländisches Unternehmenspersonal zu Lehrzwecken an die HNU eingeladen und gefördert werden. Förderfähig sind Firmenvertreterinnen und -vertreter aus allen anderen Erasmus+ Programmländern in Europa.

Eine Erasmus+ Staff Mobility for Teaching dauert mindestens zwei Tage (in Europa) bzw. mindestens fünf Tage (außerhalb von Europa) und höchstens zwei Monate. Ein Aufenthalt von bis zu einer Woche umfasst mindestens acht Unterrichtsstunden; bei längeren Aufenthalten wird das Mindestunterrichtspensum entsprechend erhöht.

Teilnahmevoraussetzungen

Als Erasmus+ Staff Mobility for Teaching kann der Aufenthalt von der HNU angehörenden Professorinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten und Lehrbeauftragten an ausländischen Erasmus+ Partnerhochschulen gefördert werden. Auch Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung erhalten.

Ein Aufenthalt von bis zu einer Woche umfasst mindestens acht Unterrichtsstunden; bei längeren Aufenthalten wird das Mindestunterrichtspensum entsprechend erhöht.

Um den Auslandsaufenthalt zu realisieren, benötigen Lehrende der HNU die Genehmigung des Vorgesetzten und eine offizielle Einladung der Partnerhochschule. Ausländisches Unternehmenspersonal muss offiziell von der HNU eingeladen worden sein.

Finanzierung

In der Regel erfolgt eine anteilige Finanzierung aus Erasmus+ Mitteln der EU und dem Reisekostenbudget der jeweiligen Abteilung. Die finanzielle Förderung aus Erasmus+ Mitteln besteht aus der Zahlung von Fahrtkosten und festen Tagessätzen

Die Tagessätze orientieren sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern und an der Dauer des jeweiligen Auslandaufenthalts:

  • Aufenthalte in Dänemark, Irland, Niederlande, Schweden und im Vereinigten Königreich werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 160 Euro pro Tag, danach mit 112 Euro pro Tag gefördert.
  • Aufenthalte in Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und Zypern werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 140 Euro pro Tag, danach mit 98 Euro pro Tag gefördert.
  • Aufenthalte in Deutschland (Incomer), Lettland, Malta, Mazedonien (FYROM), Portugal, Slowakei und Spanien werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 120 Euro pro Tag, danach mit 84 Euro pro Tag gefördert.
  • Aufenthalte in Estland, Kroatien, Litauen und Slowenien werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 100 Euro pro Tag, danach mit 70 Euro pro Tag gefördert.
  • Aufenthalte in Russland (National University of Science and Technology MISiS) und Thailand (Srinakharinwirot University Bangkok) werden bis zum 14. Aufenthaltstag mit 160 Euro pro Tag, danach mit 112 Euro pro Tag gefördert.

 

Die Fahrtkosten ergeben sich aus der realen Distanz zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität, die europaweit einheitlich mit dem Distanzrechner der Europäischen Kommission ermittelt wird:

  • 100 km – 499 km mit 180 EUR
  • 500 km – 1.999 km mit 275 EUR
  • 2.000 km – 2.999 km mit 360 EUR
  • 3.000 km – 3.999 km mit 530 EUR
  • 4.000 km – 7.999 km mit 820 EUR
  • 8.000 km und mehr mit 1.100 EUR

 

Mit dem Ziel, möglichst vielen HNU-Beschäftigten eine Erasmus+ Mobilität zu ermöglichen, kombiniert die Hochschule Neu-Ulm wenn möglich eine Phase der finanziellen Unterstützung aus Erasmus+ Mitteln mit einer Phase ohne finanzielle Förderung (sog. Zero-Grant-Tage). In der Regel werden bei einem Erasmus+ Aufenthalt von fünf Arbeitstagen im Ausland drei Tage finanziell gefördert.

Rechenbeispiel: Mögliche Förderung

Fünf Tage Erasmus+ Mobilität an der Partnerhochschule in Oulu, Finnland:

Fahrtkosten: 360 Euro
Der Betrag ergibt sich aus der Distanzberechnung mit Hilfe des Distance Calculators der EU (2.062 km).

Aufenthaltskosten: 420 Euro
Der Betrag ergibt sich aus der Zusammensetzung einer finanziellen Förderung von 3 Tagen zu 140 Euro/Tag und einer 2-tägigen Phase ohne finanzielle Förderung (Zero-Grant-Phase).

Gesamtförderung aus Erasmus+ Mitteln der EU: 780 Euro

Vorgehensweise: Gastdozentur im Ausland

Auswahl der Gasthochschule: Lassen Sie sich im International Office zu Möglichkeiten der Lehrendenmobilität beraten. Nehmen Sie in Absprache mit dem International Office Kontakt zu dem ausländischen Partner auf, um die grundsätzliche Bereitschaft der Partnerhochschule für den geplanten Aufenthalt zu klären.

Genehmigung durch den Vorgesetzten: Besprechen Sie die zeitliche und inhaltliche Planung mit Ihrem Vorgesetzten bzw. dem Dekan.

Bewerbung um finanzielle Förderung: Reichen Sie den Bewerbungsantrag zusammen mit der Einladung der Partnerhochschule (E-Mail-Ausdruck genügt) bei Lisa Schöps im International Office ein. Nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen erhalten Sie vom International Office eine Nachricht darüber, ob und in welcher Höhe Sie eine Förderung aus Erasmus+ Mitteln der EU erhalten.

Dienstreiseantrag: Nach Zusage der Förderung stellen Sie Ihren Dienstreiseantrag, auf dem Sie die Förderung durch Erasmus+ Mittel angeben. Sie können die zugesagte Erasmus+ Fördersumme direkt über Finanzen bei der Reisebuchung verrechnen lassen. Falls die Reise günstiger ist, wird die Differenz an Sie ausgezahlt. Dieser Betrag muss entsprechend versteuert werden. Falls die Reise teurer ist, muss die Differenz aus einem anderen Topf finanziert werden (in der Regel über die Abteilung oder das Referat). Wird die Reise nicht angetreten, müssen alle bereits in Anspruch genommenen Erasmus+ Mittel zurückgezahlt bzw. durch das Reisekostenbudget Ihrer Abteilung ausgeglichen werden.

Mobility Agreement und Grant Agreement: Nach Zusage der Finanzierung füllen Sie das Mobility Agreement für Aufenthalte innerhalb von Europa bzw. das Mobility Agreement für Aufenthalte außerhalb von Europa sowie das Grant Agreement für Aufenthalte innerhalb von Europa bzw. das Grant Agreement für Aufenthalte außerhalb von Europa aus. Bitte reichen Sie beide Dokumente unterzeichnet im International Office ein.

Auslandsaufenthalt: Unterrichten Sie an der ausländischen Partnerhochschule und stärken Sie damit die bestehende Kooperation und die Internationalisierung der beteiligten Institutionen. Lassen Sie sich vom International Office der ausländischen Hochschule mit Hilfe des Certificate of Attendance bestätigen, dass Ihr Auslandsaufenthalt tatsächlich wie vereinbart stattgefunden hat.

Abschlussunterlagen: Geben Sie die Aufenthaltsbestätigung der ausländischen Hochschule (Certificate of Attendance) im Original im International Office der HNU ab und reichen Sie Ihren Erfahrungsbericht über das Mobility Tool ein. Wir freuen uns auch, wenn Sie uns einen kurzen Erfahrungsbericht und ein schönes Foto zur Verfügung stellen, um Ihre Erfahrungen anderen HNU-Lehrenden auf dieser Webseite zugänglich zu machen.

Vorgehensweise: Einladung von Unternehmenspersonal

Planung des Gastunterrichts: Besprechen Sie eine mögliche Gastveranstaltung an der HNU mit einer ausländischen Unternehmensvertreterin oder einem -vertreter. Besprechen Sie die zeitliche und inhaltliche Planung ggf. mit Ihrem Vorgesetzten bzw. dem Dekan.

Bewerbung um finanzielle Förderung: Reichen Sie den Bewerbungsantrag zusammen mit einer offiziellen Einladung des ausländischen Gastes ein. Nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen erhalten Sie vom International Office eine Nachricht darüber, ob und in welcher Höhe Ihr Gast aus Erasmus+ Mitteln der EU gefördert werden kann.

Mobility Agreement und Grant Agreement: Nach Zusage der Finanzierung muss Ihr Gast das Mobility Agreement und das Grant Agreement ausfüllen und beide Dokumente unterzeichnet im International Office einreichen.

Auszahlung der Förderung: Nach dem Einreichen der Unterlagen wird Ihrem Gast die zugesagte Fördersumme ausgezahlt. Wird die Reise nicht angetreten, müssen alle bereits zur Verfügung gestellten Erasmus+ Mittel zurückgezahlt werden.

Gastveranstaltung: Lassen Sie Ihre Studierenden im Rahmen der geplanten Veranstaltung von dem Fachwissen Ihres Gastes profitieren. Bestätigen Sie Ihrem Gast mithilfe der Teilnahmebestätigung für Unternehmenspersonal, dass die Mobilität tatsächlich im geplanten Umfang stattgefunden hat und reichen Sie das Dokument unterschrieben und im Original im International Office ein. 

Abschlussunterlagen: Nach Abschluss des Aufenthalts muss Ihr Gast einen Erfahrungsbericht über das Mobility Tool einreichen. Wir freuen uns auch, wenn Sie uns ein schönes Foto und einen kurzen Erfahrungsbericht zu der Gastveranstaltung zur Verfügung stellen, um anderen HNU-Lehrenden Ihre Erfahrungen mit der Erasmus+ Lehrendenmobilität für ausländisches Unternehmenspersonal auf dieser Webseite zugänglich zu machen.

Akkreditierungen und Zertifikate