HNU International Conference

Mit der HNU International Conference unterstreicht die HNU ihre globale Perspektive und intensiviert ihre Partnerschaften sowohl mit internationalen Professorinnen und Professoren als auch mit regionalen Partner aus Politik, Gesellschaft und Unternehmen.

Die HNU International Conference widmet sich unterschiedlichen Themen von internationalem akademischem und unternehmerischem Interesse. Eine Besonderheit der Konferenzreihe – die Veranstaltung wird im Rahmen einer Pflichtveranstaltung im Studiengang „Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation“ von Studierenden gemeinsam mit ERASMUS-Incomings geplant und umgesetzt.

HNU-Diversity Conference 2011

Vielfalt in Unternehmen und Institutionen war das Thema der HNU-Diversity Conference an der Hochschule Neu-Ulm (HNU). Am 28. und 29. Juni 2011 stellten Unternehmensvertreter und Professorinnen und Professoren von internationalen Partnerhochschulen Aspekte der Vielfalt vor und diskutierten mit den Teilnehmern die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen.

Über die Zusammenarbeit von Mitarbeitern mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund referierte Peter Trube, Betriebsrat bei Thyssen Krupp Steel. Das Unternehmen setzte nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 100 „Kulturmittler“ ein. Sie haben die Aufgabe gegenseitiges Verständnis und Neugier für die unterschiedlichen Kulturen zu schaffen, Reibungspunkte im betrieblichen Alltag zu lösen und damit das Vertrauen untereinander zu fördern.

Wie auf eine älter werdende Belegschaft eingegangen werden kann, zeigte Barbara Bergmeier. Die Produktionsleiterin bei BMW schilderte, dass zum Beispiel durch Gesundheitsvorsorge, die Gestaltung des Arbeitsumfelds und durch einen Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihrer Stärken Qualität und Produktivität gesteigert werden können.

Das innerbetriebliche Kommunikationsverhalten von Männern und Frauen in Unternehmen stand im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Christiane Funken von der Technischen Universität Berlin. Die Kommunikations- und Mediensoziologin stellte die Ergebnisse ihrer Studie vor: „Frauen verfolgen eher eine leistungs- und sachbezogene Informationspolitik. Sie geben ihr Wissen bevorzugt in schriftlichen Berichten oder per Email bzw. formalisiert in Gremien weiter. Wohingegen Männer eine personalisierte Informationspolitik bevorzugen, indem sie bspw. Vorgesetzte im Gespräch unter vier Augen informieren.“ Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse können Instrumente für eine mediengerechte Kommunikation entwickelt werden, die Karrieren von Frauen und Männern gleichermaßen unterstützen und fördern.

Dass Unternehmen mit gemischt besetzten Geschäftsleitungen bessere Entscheidungen treffen als homogene Teams, darin waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion einig. Dennoch sei die Herausforderung groß, Vielfalt in Unternehmen zu fördern: „Vorgesetzte tendieren dazu, ihnen ähnliche Mitarbeiter einzustellen“, berichtete HNU-Präsidentin Prof. Dr. Uta M. Feser. „Diversity-Management muss deshalb Vorstandsaufgabe sein“, forderte Prof. Dr. Ulrike Reisach und lehnte das Vorgehen vieler Unternehmen ab, die Aufgabe zusätzlich an ohnehin bereits stark ausgelastete Mitarbeiter zu erteilen. Die Schulung von Vorgesetzten sei aber entscheidend, damit Vielfalt auf allen Ebenen gelebt wird, so Prof. Dr. Julia Künkele. Um die ungleiche Verteilung von Männern und Frauen zu regeln, setzte Ulrike Hudelmaier auf die Quote, im Übrigen auch für Männer, zum Beispiel in der zu 80 Prozent weiblich besetzten Tiermedizin.

Akkreditierungen und Zertifikate