Forschung an der Hochschule Neu-Ulm (HNU)

Familienfreundliches Studium

Projektbeschreibung

Wie familienfreundlich sind Hochschulen und wie wichtig sind familienfreundliche Strukturen im Hochschulbereich? Welche Auswirkungen haben familienfreundliche Strukturen oder ihr Fehlen auf die Studienbedingungen an den Hochschulen Neu-Ulm (HNU), Ulm und der Universität Ulm? – Eine empirische Studie über den Zusammenhang zwischen Studienzufriedenheit und familienfreundlichen Hochschulstrukturen geht diesen Fragen nach. Die Studie ist ein Projekt der Sektion Medizinische Psychologie der Universität Ulm in Kooperation mit der Frauenbeauftragten der HNU und der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule Ulm.

Wie sich Universitäten, Hochschulen und andere akademische Institutionen der Anforderung stellen, Beschäftigten und Studierenden gute Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Studium zu bieten, gewinnt nicht nur im Hinblick auf den zunehmenden Wettbewerb um exzellente Studierende und Forschende an Bedeutung. Es ist auch eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit. Immer noch scheint es Hindernisse zu geben, die es Frauen erschweren, eine wissenschaftliche Karriere aufzunehmen oder es Männern schwer machen, ihren Beitrag zur Familienarbeit (z.B. durch Elternzeit) zu leisten. Heutige Studierende und Berufsanfänger erwarten Ausgangsbedingungen für ihr Studium oder ihre berufliche Karriere, die eine Work-Life-Balance nicht außer Acht lassen. Freizeit, Partnerschaft und die eventuelle Gründung einer Familie sollen sich optimal mit einem Studium verbinden lassen. Es ist Aufgabe der Universitäten und Hochschulen, diese Herausforderung zu bewältigen.

Die Studie soll mehr Klarheit über den Zusammenhang zwischen der Vereinbarkeit von Studium und Familie und der Belastung der Studierenden schaffen.

Methode

Empirische Grundlage der Studie ist eine umfangreiche Befragung an der Universität Ulm und den Hochschulen Ulm und Neu-Ulm. Neben demografischen Angaben wie etwa zu Alter, Ausbildung oder Kindern wurden Daten zu konkreten familienfreundlichen Maßnahmen, Studienzufriedenheit, Gesundheit und Burnout-Aspekten erhoben. Der Fragebogen, der ausschließlich aus standardisierten und erprobten Befragungsinstrumenten besteht, wurde von Oktober bis Dezember 2012 online gestellt. Die Onlinebefragung erfolgte selbstverständlich
anonym.

Themenblöcke der Fragebögen mit Anzahl der Items für Studierende mit Kindern (A), Studierende ohne Kinder (B) und Studierende (mit/ohne Kinder) mit Partner (C):

Von insgesamt 15.369 Studierenden haben 3.959 an der Onlinebefragung teilgenommen, davon 52,7 Prozent Frauen. Das entspricht einem Gesamtrücklauf von 25,8 Prozent.

Im Einzelnen gab es folgende Rücklaufquoten:

Ausblick

Die Daten der Studierendenbefragung werden im nächsten Schritt auf fehlerhafte und fehlende Daten geprüft und ggf. bereinigt. Nach folgenden Parametern werden die Stichproben auf ihre Repräsentativität geprüft:

  • durchschnittliches Alter der Studierenden
  • Anzahl an Studierenden in den jeweiligen Jahrgängen
  • Anteil Studierende (m/w)
  • Anteil Studierende (m/w) pro Studiengang
  • Anteil mit Kindern (ausschließlich HNU, da über Erlassung der Studiengebühren erfassbar)
  • Studienberechtigung


Daraufhin folgt die deskriptive statistische Auswertung zur Beantwortung der Fragestellung der Studie. Darüber hinaus soll eine explorative Auswertung der Daten Zusammenhänge bzw. signifikante Korrelationen identifizieren.

Kontakt

Professor Dr.
Sibylle Brunner Zum Profil

Frauenbeauftragte der Hochschule Neu-Ulm

Sibylle.Brunner@hs-neu-ulm.de
Phone:
0731/9762-1404
Büro:
Hauptgebäude,ZWEI, 29 BÜRO

Akkreditierungen und Zertifikate