Forschung an der Hochschule Neu-Ulm (HNU)

Evaluation der Modellvorhaben Soziale Stadt im Sanierungsgebiet Weststadt der Stadt Ulm

Projektbeschreibung

Die von Bund, Ländern und Kommunen getragene Gemeinschaftsinitiative „Soziale Stadt“ ist ein Aktionsprogramm zur sozialen Stabilisierung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf.

Für die Sanierung der Weststadt in Ulm sind im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ eine Reihe sozialer Modellvorhaben wie Qualifizierungs- und Integrationsprojekte entwickelt worden. Die Modellvorhaben sollten die Nachhaltigkeit der Strukturen und des sozialen Miteinanders im Gebiet sicherstellen und zu einer ganzheitlichen Stabilisierung des Quartiers führen.

Zwei Ziele standen bei den Maßnahmen im Vordergrund:

  • die Ausbildungsfähigkeit steigern
  • das Gemeinwesen stärken


Von Mai 2009 bis März 2011 führte die Hochschule Neu-Ulm (HNU) im Auftrag der Sanierungstreuhand Ulm eine Evaluation der insgesamt 17 durch die „Soziale Stadt“ geförderten Modellprojekte durch.

Da sämtliche Publikationsrechte bei der Sanierungstreuhand Ulm liegen, konzentrieren sich die nachstehenden Ausführungen auf die methodische Vorgehensweise.

Die Evaluationsstudie verfolgte u. a. die folgenden Ziele:

  • Wirkungsevaluation auf der Ebene der Einzelprojekte und auf Ebene dergesamten Weststadt
  • Übermittlung zeitnaher Informationen über den Verlauf der Modellvorhaben an das Quartiersmanagement (prozessbegleitende Information)
  • Rückkopplung von Teilergebnissen an die Projektpartner von der Sanierungstreuhand Ulm und der Stadt Ulm sowie an die Modellvorhaben in der Weststadt zur Unterstützung einer optimalen Projektdurchführung
  • Aufbereitung der gewonnenen Erkenntnisse für die Übertragung auf andere Stadtteile
  • Maßnahmen- und Empfehlungskatalog für die Kommunalpolitik zur weiteren Vorgehensweise


Dementsprechend lagen der Evaluation zwei Untersuchungs- und Analyseebenen zugrunde:

Auf der Ebene der Einzelprojekte ging es einerseits um eine Prozess-Evaluation, um den Modellvorhaben noch während der Durchführung Verbesserungsvorschläge zu geben. Andererseits ging es um eine Produkt-Evaluation zur Analyse der Ergebnisse und Wirkungen im Verhältnis zum Ressourceneinsatz.

Auf der projektübergreifende Ebene ging es um die Frage, inwieweit durch die Gesamtheit der Projekte die übergeordneten Ziele – Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit und Stärkung des Gemeinwesens – erreicht wurden. Daraus lassen sich Schlussfolgerungen ziehen für die Programmebene, die Vergabe und Begleitung künftiger Projekte sowie für Stadtteil und Sozialraum.

Ergebnisse

Zur umfassenden Identifizierung projektrelevanter Einflussparameter und Kontextfaktoren diente die Entwicklung eines Indikatorsystems. Dieses bildete die Voraussetzung einer empirisch detailgetreuen Beschreibung. Mithilfe dieses Instrumentariums konnten zwei wesentliche Ziele erreicht werden:

  1. Es wurden aussagekräftige Kennziffern gewonnen, um die empirischen Befunde anhand von Erfolgsschwellenwerten realistisch einzuschätzen. Die Kennziffern können auch für spätere Vorher-Nachher-Analysen verwendet werden.
  2. Es wurden Kennziffern gewonnen, die vergleichende Aussagen zwischen den Projekten ermöglichen.

Die wichtigsten Zielgruppen waren die Mitarbeiter der einzelnen Projekte, Vertreter von Ulmer Unternehmen, Schulen, Behörden und Verbänden. Auch die Bürger der Ulmer Weststadt wurden schriftlich befragt. Ergänzende Expertengespräche gaben näheren Aufschluss über den Erfolg der Maßnahmen mit Blick auf Themen wie z. B. Sicherheit, (Aus-)Bildung, Integration, Wohnsituation, Arbeitsmarkt und Wirtschaft.

Ansprechpartner

Professor Dr.
Harald Mehlich Zum Profil

Dekan Fakultät Gesundheitsmanagement
Mitglied Kompetenzzentrum „Vernetzte Gesundheit“

Harald.Mehlich@hs-neu-ulm.de
Phone:
0731/9762-1421
Büro:
Steubenstraße 17,A 120

Akkreditierungen und Zertifikate