Forschung an der Hochschule Neu-Ulm (HNU)

Arbeitgeberattraktivität regional ansässiger Unternehmen (AM)

Projektbeschreibung

Arbeitgeberattraktivität regional ansässiger Unternehmen (AM)

„Fachkraft gesucht!“ Wenn unternehmerischer Erfolg in Zukunft zunehmend von den richtigen Menschen mit den richtigen Fähigkeiten bestimmt wird, dann ist es für Unternehmen entscheidend, heute Nachwuchsführungskräfte für sich zu gewinnen. 

Das Kompetenzzentrum Wachstums- und Vertriebsstrategien der Hochschule Neu-Ulm  untersucht seit 2012 jährlich, welchen tatsächlichen Bedarf mittelständische und inhabergeführte Unternehmen haben, sich für Nachwuchsführungskräfte attraktiv zu präsentieren -  also ein strukturiertes Employer Branding durchzuführen. 

Um eine bearbeitbare Vollerhebung zu ermöglichen, wird ein regionaler Fokus gewählt. Unternehmen aus dem Landkreis Ulm, Neu-Ulm und Alb-Donau-Kreis mit einem Jahresumsatz von über 50 Mio. Euro werden bewertet. 

Wie stark sind die Arbeitgebermarken in der Region aus Sicht der Studierenden der Hochschulen Ulm und Neu-Ulm sowie der Universität Ulm? Hierbei wird basierend auf dem Markendreiklang die Bekanntheit, Attraktivität und Sympathie der Arbeitgeber von den Studierenden auf einer Skala 5 (sehr bekannt/attraktiv/sympathisch) bis 1 (nicht bekannt/attraktiv/sympathisch) bewertet.   

Studie

Aufgrund der hohen Dichte an mittelständischen und inhabergeführten Unternehmen sowie der örtlichen Nähe wird die Studie für jeweils rund 60 Unternehmen in Ulm, Neu-Ulm und im Alb-Donau-Kreis durchgeführt. Die Auswahl wird mittels der Hoppenstedt-Datenbank getroffen. 

Seit 2012 werden jedes Jahr Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften der Hochschulen Ulm, Neu-Ulm und der Universität Ulm mittels eines standardisierten (Online-) Fragebogens befragt. Die Fragen werden jährlich erweitert (2014 wurde beispielsweise die Frage nach Social Media aufgenommen).  

Grundlage für das Befragungsdesign ist, dass aus markentheoretischer Sicht Marken nur bei entsprechender Bekanntheit und positiven Assoziationen einen hohen Attraktivitätsgrad aufbauen können. Die Befragten können deswegen abgestuft angeben, wie gut sie ein Unternehmen kennen (Bekanntheit), wie sympathisch ihnen ein Unternehmen ist (Sympathie) und ob sie sich bei einem Unternehmen bewerben würden (Attraktivität).

Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigen, dass im Wettbewerb um Nachwuchsführungs- und Fachkräfte in der Region die größeren und umsatzstärkeren Unternehmen tendenziell einen Vorsprung haben. Dieses Ergebnis deckt sich mit bereits bestehenden Erkenntnissen zur Attraktivität deutschlandweit und international agierender Unternehmen. 

Die Studie sieht generell einen Verbesserungsbedarf in der Bekanntheit der Unternehmen.  Die Problematik der fehlenden Bekanntheit kann dazu führen, dass bei immer knapper werdenden Personalressourcen Unternehmen der Region nicht mehr genug qualitativ hochwertige Bewerbungen für Führungsnachwuchspositionen erhalten. Deswegen müssen gerade kleinere Unternehmen mit mehr Kreativität in der Personalbeschaffung arbeiten, um hier keinen Wettbewerbsnachteil zu haben. Immer wieder gelingt es kleineren Unternehmen eine gute Platzierung im Ranking über Ihre Umsatzbedeutung hinaus zu erhalten.

Die TOP 20 Arbeitgeber im Jahr 2014 können hier heruntergeladen werden.

Ausblick

Um den unternehmerischen Erfolg zu sichern, müssen daher geeignete Maßnahmen rund um das Employer Branding eingeleitet und umgesetzt werden. Dabei geht es nicht nur um kommunikative Werbekampagnen zur Gewinnung von Mitarbeitern. Es geht um die strategische Ausrichtung und Positionierung der Unternehmensmarke auf dem Arbeitsmarkt. Das Ziel sollte sein, die passenden Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen. Dazu gehört u. a. die Entwicklung eines überzeugenden Leistungsversprechens als Arbeitgeber, einer sog. Employer Value Proposition, die Identifikation der Gründe für eine Arbeitsplatzwahl und die Entwicklung geeigneter Instrumente für den Kontakt mit der Zielgruppe. Das sind beispielsweise Hochschulmarketing, Imagekampagnen und ein Personalmarketing-Mix mit Prämien.

Kontakt

Professor Dr.
Alexander H. Kracklauer Zum Profil

Leitung Kompetenzzentrum Wachstums- und Vertriebsstrategien
Internationalisierungs- und Alumnibeauftragter der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Alexander.Kracklauer@hs-neu-ulm.de
Phone:
0731/9762-1416
Büro:
Edisonallee 7,ZWEI, 7 EDISON 7

Kontakt

Professor Dr.
Sascha G. Fabian Zum Profil

Leitung Kompetenzzentrum Wachstums- und Vertriebsstrategien

Sascha.Fabian@hs-neu-ulm.de
Phone:
0731/9762-1408
Büro:
Edisonallee 7,ZWEI, 6 EDISON 7

Akkreditierungen und Zertifikate