HNU | Kompetenzzentrum - Vernetzte Gesundheit

Forschung am Kompetenzzentrum

Das Kompetenzzentrum „Vernetzte Gesundheit“ mit aktuell drei Professoren und zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern hat derzeit drei Forschungsschwerpunkte:

Die strukturellen Notwendigkeiten zur intensiveren Vernetzung der sektorenübergreifenden Leistungsanbieter, die dazu notwendige IT-Infrastruktur, die Fachkräftesicherung bzw. Qualifizierung, Vernetzung und Austausch im internationalen Umfeld. Bei allen Projekten stehen vor allem Anwendungsorientierung und Kooperationen mit Praxispartnern im Mittelpunkt. Zusätzlich werden die Promotionsvorhaben der wissenschaftlichen Mitarbeiter begleitet.

Ausgewählte Forschungsaktivitäten

Outsourcing in sozialwirtschaftlichen Unternehmen

Ziel dieser qualitativen empirischen Untersuchung war es, einen Überblick über den Status Quo ausgelagerter Leistungen in stationären diakonischen Einrichtungen der Alten-, Behinderten- und Jugendhilfe zu ermitteln. Dazu wurden zehn Experteninterviews mit diakonischen Trägern in Westfalen, Hessen und Niedersachsen durchgeführt. Analysiert wurden sowohl die Form der Leistungsauslagerung (struktureller Aspekt) wie auch die mit der jeweiligen Auslagerungsentscheidung verknüpfte betriebliche Motivation. Übereinstimmend mit dem theoretischen Befund spiegeln die Untersuchungsergebnisse, dass Outsourcing in betrieblichen Kernprozessen der Pflege und Betreuung keine Rolle spielt. Dagegen wägen diakonische Träger in den unterstützenden Prozessen sehr wohl die Transaktionskosten eines externen Outsourcings (Fremdvergabe) vs. eines internen Outsourcings (z.B. durch Gründung einer Service-Gesellschaft) ab.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Patrick Da-Cruz

Operations Research im Gesundheitswesen

Im Rahmen dieser Forschungsaktivitäten werden quantitative Methoden eingesetzt, um Probleme in der Gesundheitswirtschaft zu lösen. Hierzu gehören konkrete Fragestellungen zu Logistik im Krankenhaus, Standortplanung und Entscheidungsfindung. Im Kompetenzzentrum „Vernetzte Gesundheit“ werden aktuelle Entwicklungen und mögliche Anwendungen des Operations Research in der Praxis erforscht. Prof. Focke ist zusätzlich der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Health Care Management“ der Gesellschaft für Operations Research (GOR) e.V.

Weitere Informationen: Arbeitsgruppe HCM

Ansprechpartner: Prof. Dr. Axel Focke

Evaluation der Modellvorhaben „Soziale Stadt“ im Sanierungsgebiet Weststadt der Stadt Ulm

Das Kompetenzzentrum „Vernetzte Gesundheit“ führte unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Mehlich eine Evaluation von 17 Projekten in der Ulmer Weststadt durch. Diese wurden mit Mitteln des Programms „Soziale Stadt“ gefördert. Als Hauptziele verfolgten die Projekte die Steigerung der Ausbildungsfähigkeit und die Stärkung des Gemeinwesens. Im Rahmen der Evaluationsstudie sollte u.a. die Wirkung der Einzelprojekte analysiert werden, eine Kommunikation zwischen allen Projektpartnern des Projektes „Soziale Stadt“ erreicht und die gewonnen Erkenntnisse zu weiteren Entscheidungsprozessen aufgearbeitet werden. Die Studie wurde dementsprechend in zwei Untersuchungs- und Analyseebenen gegliedert: Auf Einzelprojekt-Ebene wurde eine Prozess-Evaluation durchgeführt. Auf Ebene der Ergebnisse analysierte eine Produkt-Evaluation die Wirkungen des Ressourceneinsatzes.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Harald Mehlich

Vergütungsfindung in der stationären Pflege

Im Rahmen eines Promotionsprojektes wird die aktuelle Vergütungssituation für stationäre Pflegeeinrichtungen analysiert. Hierbei wird erarbeitet, inwieweit Fehlanreize vorliegen. Auf Basis dieser Ergebnisse werden Ansätze modelliert, wie eine leistungsgerechte Gestaltung von Vergütung aussehen kann. Eine enge Vernetzung zwischen ambulanter und stationärer Leistungserbringung in Sinne einer anreizorientierten Vergütung über Sektoren hinweg wird ebenfalls betrachtet.

Ansprechpartner: Christian Weiß

Dienstleistungsmanagement im Krankenhaus

Die Erbringung von Dienstleistungen im Gesundheitswesen ist mit hohen Kosten verbunden. Eine große Herausforderung besteht darin, die Qualität im Dienstleistungsprozess zu erhöhen. Anspruchsvoll ist dabei die konkrete Ausgestaltung und Optimierung von Dienstleistungen im zur Verfügung stehenden Gesamtsystem Krankenhaus. Anbieter und Abnehmer von Dienstleistungen übernehmen genauso wie Finanzierer und Lieferanten verschiedene Aufgaben, um Bedarfe und Lösungen produktiv zusammenzubringen. Das Dienstleistungsmanagement übernimmt hierbei die Planung, Durchführung und Kontrolle von Maßnahmen zur Erstellung und Vermarktung von personalintensiven, vernetzten, innovativen, zusammengelegten, standardisierten und komplexen Dienstleistungen. Ziel in diesem Forschungsbereich ist die Anfertigung eines Sammelbandes zum beschriebenen Themenfeld.

Ansprechpartner: Mario Pfannstiel

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Fakultätsreferent Fakultät Gesundheitsmanagement
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Kompetenzzentrum „Vernetzte Gesundheit“

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