FleBüDi: Flexible Bündelung Heterogener Dienstleistungen


Kurzbeschreibung

Bedingt durch Innovationen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien ergibt sich eine stärkere Digitalisierung von Dienstleistungen und eine fortschreitende Vernetzung von Unternehmen. Eine Folge sind komplexe und häufig stark individualisierte Dienstleistungsbündel, die Unternehmen gemeinsam am Markt anbieten. Diese Dienstleistungsbündel umfassen in der Realität bisher lediglich sehr homogene Dienstleistungen (z.B. Reiseportale). Bei heterogenen Dienstleistungen müssen Endkunden die Anbieter bis dato selbstständig auswählen und koordinieren. Jedoch stellen diese Prozesse Kunden aufgrund ihrer Komplexität (kontextabhängige Auswahl und Verknüpfung) häufig vor Probleme. Um solche Angebote zukünftig realisieren zu können wird, im Rahmen des vorliegenden Projekts, deshalb der folgenden Forschungsfrage nachgegangen: Welche technologischen und betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen sind notwendig, damit Unternehmen Kunden heterogene Dienstleistungsbündel anbieten können? Neben technologischen Voraussetzungen steht somit ebenfalls die Ermöglichung einer ökonomischen "Win-Win"-Situation für alle beteiligten Akteure im Fokus der Untersuchungen.  

Um einen Einblick in die Funktionsweise von (heterogenen) Dienstleistungsnetzwerken zu erhalten, wurden zu Projektbeginn mehrere Fallstudien mit Unternehmen (sog. Brokern), welche homogenen Dienstleistungsnetzwerken vorstehen, durchgeführt. Die betreffenden Broker stammen dabei aus verschiedenen Branchen (z.B. Mobilität, Gesundheit). Die Ergebnisse belegen, dass sich die Netzwerke sowohl bei der Struktur als auch der Funktion deutlich unterscheiden. 

Parallel dazu, wurde das Geschäftsmodellkonzept im Hinblick auf dessen Eignung als Darstellungsform geprüft. Dabei konnten mehrere Defizite identifiziert werden, welchen einen unmittelbaren Einsatz im vorliegenden Kontext als ungeeignet erscheinen lassen. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde ein neues Modell entwickelt, welches Dienstleistungsnetzwerke in einer geeigneten Form abbilden kann.           

Das neue Modell soll mit der Hilfe von weiteren Fallstudien geprüft und ggf. erforderliche Anpassungen vorgenommen werden. Weiter sind die Anforderungen für eine Beschreibung von Dienstleistungen und deren automatisierte Bereitstellung zu untersuchen. Im Projektverlauf sind zudem ein Fachkonzept für die IT-gestützte Bündelung sowie prototypische Geschäftsmodelle für heterogene Dienstleistungsnetzwerke zu entwickeln.

Das Projekt wird über drei Jahre vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gefördert.


Beteiligte Unternehmen

  • Alphabet Fuhrparkmanagement

Publikationen

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Position in Bibliothek Standort + Verfügbarkeit in der Bibliothek

Schulz, Thomas and Rockmann, Robert and Weeger, Andy (2016) Service Composition in Networks – Towards a Typology of Intermediaries. In: Proceedings of the Americas Conference on Information Systems (AMCIS), San Diego. Volltext abrufen

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Thomas Schulz Zum Profil

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