Duales Studium: Bayerische Hochschulen stärken Zusammenarbeit

Neu-Ulm, 08.02.2018

Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung im Beisein von Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle verstärken die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften ihre Zusammenarbeit im Bereich der dualen Studienangebote. Ziel ist es, eine Organisations- und Managementstruktur bereit zu stellen, die den aktuellen Herausforderungen des dualen Studiums Rechnung trägt.

(v.l.n.r.): Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut und Leiter von hochschule dual, Prof. Dr. Robert F.Schmidt, Präsident der Hochschule Kempten, Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm und Vorsitzende von Hochschule Bayern e.V., Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle, Bayerisches Staatsministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Walter Schober, Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt und stellv. Vorsitzender von Hochschule Bayern e.V.

Seit Gründung von „hochschule dual“, eine Initiative der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, hat sich die Zahl der dual Studierenden von rund 600 auf über 7.200 mehr als verzehnfacht. Neben dem Anstieg der Studierenden und der Unternehmenspartner, ist auch die Anzahl der Anbieter und Studienmodelle gewachsen. Um dem Rechnung zu tragen, wurde bereits ein Prozess der Qualitätssicherung und -entwicklung angestoßen, dessen Ergebnisse in die Kooperationsvereinbarung eingeflossen sind. 

Ziel der Kooperation ist es, die Zusammenarbeit im dualen Bereich zu verstärken sowie die Organisationsstruktur der bisherigen Initiative zu festigen. Um das hohe Niveau des Studienangebots zu sichern und die strategische Weiterentwicklung gezielt und wissenschaftlich fundiert voranzutreiben, wurde die Position eines wissenschaftlichen Leiters geschaffen. Dieser ist künftig Ansprechpartner von „hochschule dual“ für Hochschulen, Wirtschaft, Ministerien sowie für Multiplikatoren. Unterstützt wird der wissenschaftliche Leiter von drei Hochschulpräsidenten, die im Lenkungsrat die Aktivitäten von „hochschule dual“ mitsteuern und die Bindeglied zu den Kooperationshochschulen sind. Das bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gehört dem Lenkungsrat als beratendes Mitglied an. „Die Bedeutung dualer Studiengänge ist  in den letzten Jahren gewachsen, dies zeigen auch unsere Zuwachsraten an dual Studierenden. Ich freue mich, dass wir für diese wichtige Initiative eine nachhaltige und zukunftsfähige Organisationsform vereinbart haben“, sagte Prof. Dr. Stoffel, bisheriger Leiter von hochschule dual sowie Präsident der Hochschule Landshut.

Als zentrale Serviceeinrichtung verantwortet „hochschule dual“ hochschulübergreifende Informationskampagnen ebenso wie die Vernetzung und Weiterentwicklung der dualen Angebote. „Das bayerische Modell hochschule dual kombiniert optimal die hochwertige akademische Ausbildung mit Praxiszeiten im Unternehmen. Die Unternehmer profitieren von gut ausgebildeten Fachkräften, die bereits über das erforderliche Praxiswissen im eigenen Betrieb verfügen. Und auch wir Hochschulen profitieren durch enge Kontakte zu den Unternehmenspartnern“, so Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm sowie Vorsitzende von Hochschule Bayern e.V.

„Den Mehrwert eines dualen Studiums erkennen immer mehr Unternehmen und Studierende. Wir versuchen beide Seiten zusammen zu bringen und somit zusätzliche attraktive und praxisorientierte Studienangebote zu schaffen“, so Prof. Dr. Oliver Grieble, Koordinator Duales Studium an der Hochschule Neu-Ulm, an der momentan 65 Studierende ein duales Studium absolvieren.

„Ziel des dualen Studiums ist es, ein überzeugendes praxisorientiertes Ausbildungssystem auf hohem Niveau anzubieten, in dem Studierende frühzeitig in Unternehmen eingebunden werden und nach dem Studium auf qualifizierten Positionen optimal einsetzbar sind. Und es ist ein Erfolgsmodell, für das sich mittlerweile rund 7.200 Studierende entschieden haben. Mit der Kooperationsvereinbarung stellen wir eine den aktuellen Herausforderungen des dualen Studiums angepassten Organisations- und Managementstruktur bereit – unter der Dachmarke „hochschule dual“, betonte Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und führte weiter aus: „Dabei ist die Stärkung und Weiterentwicklung der innovativen Qualifizierungswege im dualen Studium ein zentrales Ziel. Hierzu soll das hochschulische und das berufspraktische Lernen in gemeinsamen Qualifizierungsangeboten stärker zusammengeführt werden. Auch die wechselseitigen Übergänge zwischen der beruflichen und akademischen Bildung sollen optimiert und die Anschlussfähigkeit gesichert werden.“

 

Über hochschule dual und Hochschule Bayern e.V.

hochschule dual wurde 2006 als Initiative von Hochschule Bayern e.V. gegründet, um alle dualen Studienangebote an den staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft in Bayern unter einem Dach zu bündeln.

Der Verbund Hochschule Bayern e.V. ist die Stimme der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Er kommuniziert deren Interessen und Ziele mit dem Willen für konstruktive Lösungen. Mitglieder von Hochschule Bayern e.V. sind alle bayerischen staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und nichtstaatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in kirchlicher Trägerschaft.

« zur Übersicht

Akkreditierungen und Zertifikate